
Weithalsflaschen
Es gibt verschiedene Anwendungsgebiete, in denen man verschließbare Flaschen zum Aufbewahren von Gütern und Flüssigkeiten braucht. Für viskose und Flüssigkeiten empfehlen sich sogenannte Weithalsflaschen. Diese sind im Labor und in der Medizin recht geläufig. Im Gegensatz zu Enghalsflaschen haben diese eine Öffnung, die nach DIN EN 32 genormt ist. Die Öffnung beträgt im Standard 76 mm. Die Ausführung einer Weithalsflasche für das Labor kann in Kunststoff oder in Glas erfolgen. Weithalsflaschen sind sowohl für Schüttgüter als auch für dünnflüssige und dickflüssige Flüssigkeiten geeignet. Man kann den Stoff sowohl schütten, gießen oder aber mit einem Spatel entnehmen. Gerade in letzterem Fall sieht man den Vorteil einer Weithalsflasche, in eine Enghalsflasche kommt man nicht ohne weiteres mit einem Spatel an die Substanz.
Die Weithalsflasche ist aus Glas, mittlerweile auch oft aus Kunststoff gefertigt. Natrium oder Natriumoxid würde Glas angreifen und das Glas letztlich zerstören, dasselbe gilt auch für Flusssäure. Kunststoff ist gegenüber vielen Substanzen inert, allerdings wird es durch starke Säuren und Lösungsmittel angegriffen. Das sieht der im Labor arbeitende Mensch daran, dass eine Beschriftung an einem Gefäß mit Kunststoff verschwindet, wenn Lösungsmittel darin aufbewahrt werden. Weithalsflaschen in Kunststoffausführung sind nicht so resistent gegenüber Temperaturschwankungen. Sowohl extrem heiße Temperaturen als aber auch tiefe Temperaturen - und diese noch mehr - schädigen den Kunststoff. Wenn man seine Substanzen nun in solchen Umgebungen lagern möchte, dann muss man auf Weithalsflaschen aus Glas ausweichen.
Der Verschluss der PET Flaschen ist in aller Regel ein Schraubverschluss. Bei Substanzen im Labor, die immer wieder benutzt werden, kann das recht hinderlich sein. Entweder lässt der Laborant dann die Flasche offen oder er muss bei jedem Arbeitsschritt die Flasche wieder öffnen. Die Verschlüsse einer Weithalsflasche aus können entweder in Kunststoff oder aber in einem Schliff gearbeitet sein. Konische Kolben mit Schliff sind die edelsten Varianten. Der Schliff ist dann auch das, was bei einer solchen Flasche den Preis bestimmt. Der im Labor arbeitende Mensch liebt Flaschen mit Schliff. Der Inhalt wird hermetisch von der Außenwelt abgeschirmt, es können keine Verunreinigungen in das Gefäß eindringen. Besonders in einem analytischen Labor sind Weithalsflaschen mit Schliff allgegenwärtig. Der, der im Labor gearbeitet hat, weiß, dass er solche Flaschen auch schonen und pflegen muss. Dazu gehört regelmäßiges Öffnen, damit der Verschluss nicht fest wird - das nennt man Festbacken - und schonendes Öffnen. Wenn die Substanz es zulässt, kann man den Stopfen auch mit Schmiermittel fetten.
Weithalsflaschen sind für die unterschiedlichen Anwendungsbereiche in vielen verschiedenen Größen erhältlich.